Samstag, 8. September 2012

beobachtet

Es tut mir leid. Ich würde so gerne posten, euch mein ganzes Herz ausschütten. Aber da ich weiß, mein Freund geht ab und zu auf meinen Blog, ist das leider unmöglich. Ich fühle mich so eingeengt. Und dabei war ich für einige Zeit so frei..
Ich werde euch trotzdem etwas erzählen, mir egal ob M. es liest.

Promenade, Leuchtturm, der Ort an dem wir uns zum ersten Mal sahen.
Ich sah dich. Du warst 50 Meter entfernt, aber deine schimmernden goldbraunen Haare übersieht niemand. Nicht mal ich, obwohl du für mich gestorben bist.
Plötzlich drehst du dich um und starrst mich an mit deinen eiskalten blauen Augen. Ich bleibe stehen. Halte die Luft an. Und schaue hilflos. Du hingegen lächelst, schaust fröhlich und glücklich aus. Aber bevor ich auch nur die Chance hatte, zurück zu lächeln, bist du weiter gegangen.
Ich setzte mich auf eine Bank und zog mein Handy. Ich schrieb dir deine SMS: "Morgen treffen? (: ♥"..
Einige Zeit später, als ich immer noch auf der Bank saß, bekam ich dann endlich eine SMS: "Gern! Morgen um 14 Uhr bei der alten Bar neben Jannys Eis." - Das Treffen war gebongt. Ich war nicht aufgeregt, nein. Mein Herz explodierte vor Freude. Vielleicht wird ja alles wieder besser.
Am nächsten Morgen machte ich mich zurecht. Ich wollte schön für dich sein. Und die einzige. Ein schönes Kleid, Mascara, Make Up, ein Lächeln aufsetzen - fertig.
Ich fuhr mit dem Bus zum Treffpunkt. Endlich angekommen, stand ich auf und stieg aus. Vor mir war ein großer Marktplatz. Er war aber leer. Keine Menschenseele weit und breit. Ich ging einfach drauf los. Erst langsam, dann immer schneller und schneller. Irgendwann rannte ich sogar. Ich fing an zu weinen und dachte mir "Was ist, wenn er jetzt mit all seinen Freunden dort wartet und mich dann auslacht?" Egal, ich muss da durch. Und da war er auch plötzlich. Lächelnd, stand lässig da, allein, alles war okay. Hoffte ich doch.
Meine Schminke war verwischt und ich war rot wie eine Tomate vom laufen. Plötzlich nahm er mich in den Arm und sagte "Du bist wunderschön. Schöner als alle anderen. Egal wie du aussiehst. Und mach dir keine Gedanken, wir sind allein. Lass uns zum Strand runter gehen und den Wellen lauschen. Es tut unheimlich gut dich wieder zu sehen. Ich habe dich sehr vermisst. Ich weiß nicht wie du das ganze siehst, aber bitte bleib bei mir."

Den Rest des Traumes kann und will ich nicht aufschreiben. Aber als ich aufwachte, lächelte ich. Ich denke, ich habe mit ihm abgeschlossen. Egal was andere von dem Traum halten, ich bin froh darüber ihn gehabt zu haben. Denn es zeigt mir: ICH BRAUCHE DICH NICHT, E.


Tut mir wirklich leid, dass ich lange nicht gepostet habe. Ich war vom letzten Sonntag bis gestern in England. und davor war ich ziemlich beschäftigt. Zur Zeit bin ich noch hundemüde. Ich wünsche euch allen ein wunderbares Wochenende, genießt euer Leben, lächelt, nutzt den Tag, ignoriert die Falschen, liebt die Wahren, vertraut den echten, verratet die Lügner. Ihr seid die Besten.


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